Mai 2012 - Der Gemeindeelternrat der Schulen in Neu Wulmstorf setzt sich für eine Integrierte Gesamtschule am Schulstandort Neu Wulmstorf ein.

 

a Aufwertung der Gemeinde Neu Wulmstorf und Steigerung der Attraktivität für junge Familien. Junge Familien bekommen die Wahl, wo das eigene Kind optimal gefördert wird.

a Langfristige Planungssicherheit des Schulstandortes Neu Wulmstorf. Die Schulstruktur in Niedersachsen unterliegt einem schnellen Wandel. Eine IGS bedeutet den Wandel der Zeit zu erkennen und Perspektiven für die Zukunft zu schaffen.

a Öffnung des Schulstandortes für Schüler/-innen aus dem angrenzenden Landkreis, den angrenzenden Gemeinden und bundeslandübergreifende Zusammenarbeit bei der Beschulung.

a Durch die Öffnung der Gemeinde- Landkreis- und Landesgrenzen entsteht ein Wettbewerb unter den Schulen, der sich positiv auf die Schulqualität auswirkt.

a Verhinderung von Schülerabwanderungen in andere Landkreise oder Bundesländer durch ein breit aufgestelltes Angebot von Beschulungsmöglichkeiten.

a Längeres gemeinsames Lernen und keine Selektion bereits nach Klasse 4, die Schullaufbahn richtet sich nach der individuellen Lernentwicklung über die gesamte Schulzeit.

a Projektbezogenes Arbeiten besser möglich (Ganztagsschule)

a Individuelle Schwerpunktbildung im Unterricht - der Leistungsfähigkeit entsprechend

a Bessere Entwicklung von sozialen Kompetenzen – Vermeidung von Ausgrenzung und Abgrenzung der Schulformen untereinander. Verringerung des Konkurrenzkampfes der

Schülerrinnen und Schüler untereinander. Ein gemeinsames Schulzentrum, indem alle gemeinsam zur Schule gehen.

 

 

 

20.04.2012 - Neu Wulmstorf will jetzt die vierte Integrierte Gesamtschule

Kreis bremst Gemeinde aus. Es geht zunächst nur um dritte IGS

Winsen. Die dritte Integrierte Gesamtschule (IGS) im Landkreis Harburg ist noch nicht einmal auf den Weg gebracht, da gibt es bereits Begehrlichkeiten für eine vierte IGS. Der Gemeindeelternrat Neu Wulmstorf hat jetzt bei der Kreisverwaltung einen entsprechenden Antrag eingereicht. Eine erste, nicht repräsentative Umfrage unter den Eltern habe großes Interesse ergeben, heißt es in dem Schreiben.

Erster Kreisrat Rainer Rempe hat diesen Bemühungen in der Sitzung des Kreisschulausschusses am Mittwoch jedoch einen Dämpfer erteilt. Darüber könne derzeit nicht beraten werden, sagte er knapp. Gleichwohl mahnte SPD-Fraktionsvorsitzender Jens-Rainer Ahrens, dass mit der dritten IGS, über die derzeit gesprochen werde, die Schulentwicklung im Kreis nicht abgeschlossen sei.

Aktueller Stand dabei ist, dass die Fragebögen, mit deren Hilfe das Interesse der Eltern an einer dritten IGS erfasst werden soll, am 4. Mai in den Schulen verteilt werden. Über die genaue Formulierung der Bögen gab es in der Schulausschusssitzung einige Diskussionen, da die Elterninitiative, die für eine IGS in Seevetal kämpft, einen Alternativvorschlag eingereicht hatte.

Der Initiative ging es unter anderem darum, dass in dem Beschlussvorschlag der Verwaltung dem dreigliedrigen Schulsystem zu viel Raum gegeben wird. Es gehe schließlich um das Interesse an einer IGS, und deshalb sei die Frage nach dem dreigliedrigen System überflüssig. Letztlich blieb es jedoch bei dem Verwaltungsvorschlag, in dem das Interesse am dreigliedrigen Schulsystem ebenso abgefragt wird wie das an den zwei bestehenden Gesamtschulen und an einer möglichen neuen IGS in Hittfeld, Meckelfeld oder Nenndorf.

Der Kreisausschuss wird den Fragebogen am 23. April offiziell absegnen, danach haben die Eltern bis zum 23. Mai Zeit zum Ausfüllen. Bis zur Sitzung des Kreisschulausschusses am 12. Juni kann die Verwaltung den Bogen auswerten, damit dann die sogenannte Bedürfnisfeststellung getroffen werden kann. Damit ist die Frage gemeint, ob die IGS tatsächlich kommen kann oder nicht. Am 2. Juli wird der Kreistag dann die Entscheidung treffen. Im September gibt es weitere Schulausschuss- und Kreistagssitzungen, in denen die Verwaltung auch die Ergebnisse ihrer Prüfung zu den anderen Schulstandorten im Kreis vorstellt. Bis 31. Oktober muss die IGS bei der Landesschulbehörde beantragt sein.(tau)